Rustler 10
Test & Bewertung 2025/26
850 €
Zum HerstellerVergleichenTechnische Daten
Profil
Performance-Bewertung
Gelände-Eignung
Beschreibung
Der Blizzard Rustler 10 wurde für die Saison 2024/25 grundlegend überarbeitet und ist in der aktuellen Version 2025/26 unverändert erhältlich. Mit 102 Millimetern Taillierung teilt er die Breite mit dem Anomaly 102, verfolgt aber eine völlig andere Philosophie: Wo der Anomaly auf Kraft und Stabilität setzt, setzt der Rustler auf Agilität und Vielseitigkeit. Sechs Längen von 162 bis 192 Zentimeter, Radius 17,5 Meter bei 180 cm. UVP: 850 Euro ohne Bindung.
Die neue Konstruktion basiert auf dem FluxForm-Prinzip mit dem Trueblend Free Woodcore aus Buche, Pappel und Paulownia. Das leichte Paulownia-Holz im Kern erklärt das niedrige Gewicht von rund 1.640 Gramm pro Ski laut Hersteller – Reviews messen allerdings eher 1.935 Gramm. Gegenüber dem Vorgänger mit Carbon Flipcore D.R.T. und klassischem Titanal-Laminat hat Blizzard den Aufbau grundlegend verändert. Der neue Rustler 10 ist etwas stabiler als sein Vorgänger, dafür minimal weniger verspielt.
Tip- und Tail-Rocker mit Camber unter der Bindung bilden das Profil. Die ausgeprägte Aufbiegung an beiden Enden macht den Ski drehfreudig und erleichtert das Aufschwimmen in weicherem Schnee. Im Vergleich zum Anomaly 102, der trotz gleicher Breite im Tiefschnee einsinkt, schwimmt der leichtere Rustler besser auf.
In Tests etabliert sich der Rustler 10 als einer der vielseitigsten Ski in der 100-105-Millimeter-Klasse. Freeskier kürte ihn zur Nummer eins in dieser Kategorie. Er carvet für einen Freeride-Ski erstaunlich präzise auf der Piste, driftet und schmiert willig in steileren Passagen und bietet genug Auftrieb für Powder-Tage. Die Kehrseite der leichten Bauweise: Bei hohem Tempo auf harter Piste fehlt die Laufruhe schwererer Ski, und im groben Bruchharsch stößt die Dämpfung an ihre Grenzen.
Der Rustler 10 ist ein One-Ski-Quiver für Fahrer, die einen Ski für alles suchen – von der morgendlichen Piste über den Tiefschnee-Run bis zum Nachmittags-Crud. Wer primär Stabilität und Pistenperformance will, ist beim Anomaly 102 besser aufgehoben. Wer Vielseitigkeit und Verspieltheit priorisiert, findet im Rustler 10 den passenderen Begleiter.