Blizzard

Anomaly 102

Test & Bewertung 2024/25

all_mountain2024/25

850 €

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Technische Daten

Kategorieall_mountain
Saison2024/25
Skill-Level4–5 / 5
KonstruktionFluxForm (2 Ti-Sheets in 3 Segmente)
Radius21 m
Taillenbreite102 mm
Gewicht2240 g
Längen176 / 182 / 188 / 192

Profil

Performance-Bewertung

Steifigkeit
8.5
Highspeed-Stabilität
8.5
Wendigkeit
6.5
Fehlerverzeihung
4.5
Tiefschnee-Auftrieb
6.0
Kantenhalt
8.0
Bruchharsch
8.0
Verspieltheit
4.0
Carving-Präzision
7.5
Dämpfung
8.0
Vielseitigkeit
7.0
Driftbarkeit
6.0

Gelände-Eignung

Piste
0.3
Off-Piste
0.3
Powder
0.3
Park
0.1

Beschreibung

Der Blizzard Anomaly 102 ist der breiteste Ski der Anomaly-Linie und übernimmt die Rolle des eingestellten Cochise. Mit 102 Millimetern Taillierung und Längen von 176 bis 192 Zentimetern zielt er auf Fahrer, die einen kraftvollen All-Mountain-Ski für gemischte Bedingungen suchen. Der Radius liegt bei 21 Metern (188 cm), das Gewicht bei rund 2.090 Gramm pro Ski laut Hersteller – Testmessungen bei 188 cm ergaben 2.240 Gramm. UVP: 850 Euro ohne Bindung.

Die Konstruktion folgt dem FluxForm-Prinzip der gesamten Anomaly-Familie: zwei Titanal-Lagen mit Glasfaser-Zwischenlage, eingebettet in den Trueblend-All-Mountain-Woodcore aus Buche und Pappel. Full ABS Sidewalls schützen den Kantenbereich. Die Werkskanten kommen mit 1,3 Grad Basis- und 87,5 Grad Seitenkantenwinkel – Werte, die eher auf Pistenperformance als auf Freeride-Einsatz deuten.

Das Rocker-Profil zeigt Early Rise an Tip und Tail mit Camber unter der Bindung. Trotz der 102 Millimeter Breite überrascht der Anomaly 102 in Tests vor allem auf präparierten Pisten. Tester beschreiben ihn als Carving-Maschine, die bei Hochgeschwindigkeit keinerlei Unruhe zeigt. Im Bruchharsch und aufgewühltem Schnee drückt das Gewicht kombiniert mit der Doppel-Titanal-Dämpfung zuverlässig durch.

Die Kehrseite der kraftorientierten Konstruktion: Im Tiefschnee schwächelt der Anomaly 102. Trotz der Breite sinkt er ein, wo leichtere Freeride-Ski aufschwimmen. Auch Verspieltheit oder leichtes Driften sind nicht seine Stärke – Tester vergleichen das Fahrverhalten mit einem Zug auf Schienen. Der Ski verlangt einen Fahrer, der ihn aktiv führt. Zögern oder Rücklage bestraft er deutlich.

Für erfahrene Skifahrer, die einen stabilen, gedämpften Ski für Tage mit gemischten Bedingungen suchen – harte Piste am Morgen, Crud am Nachmittag – ist der Anomaly 102 eine starke Option. Wer primär Powder fahren will, ist mit dem Rustler 10 oder 11 besser bedient. Im Wettbewerb steht er gegen den Nordica Enforcer 104 und den Völkl Mantra 102, die ähnliche Philosophien verfolgen, aber jeweils eigene Schwerpunkte setzen.

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