Anomaly 88
Test & Bewertung 2024/25
700 €
Zum HerstellerVergleichenTechnische Daten
Profil
Performance-Bewertung
Gelände-Eignung
Beschreibung
Der Blizzard Anomaly 88 besetzt die Mitte der neuen Anomaly-Linie und zielt auf Skifahrer, die einen vielseitigen All-Mountain-Ski für mitteleuropäische Verhältnisse suchen. Die 88-Millimeter-Taillierung ist breit genug für den gelegentlichen Abstecher neben die Piste, ohne auf Hardpack-Performance zu verzichten. Fünf Längen von 164 bis 188 Zentimeter, Radius 16,5 Meter bei 176 cm. UVP: 700 Euro ohne Bindung.
Die Konstruktion folgt dem FluxForm-Prinzip der gesamten Anomaly-Familie. Vier Titanal-Elemente und eine Glasfaser-Zwischenlage umgeben den Trueblend-Woodcore aus Buche und Pappel. Das Ergebnis ist ein Ski, der die Dämpfung und Laufruhe eines Doppel-Titanal-Aufbaus liefert, dabei aber gezielt Torsionssteifigkeit herausnimmt. Im Vergleich zum alten Brahma, den der Anomaly 88 ablöst, fällt das sofort auf: Die Schwungeinleitung geht leichter, der Ski dreht runder, der Sweet Spot ist breiter.
Das Rocker-Profil kombiniert Tip- und Tail-Rocker mit Camber unter der Bindung. Die Aufbiegung an der Schaufel erleichtert das Eindrehen in den Schwung, der Tail-Rocker löst die Kante am Schwungende sauberer als beim Vorgänger. Auf harter Piste greift der Camber-Abschnitt zuverlässig. Das Gewicht liegt bei rund 1.850 Gramm pro Ski.
In Tests zeigt sich der Anomaly 88 als Ski, der auf Piste und in Frühjahrsbedingungen seine Stärken ausspielt. Kantenhalt auf Eis wird durchgehend als exzellent beschrieben. Im Bruchharsch absorbiert die Titanal-Dämpfung Schläge zuverlässig, Buckelpisten nimmt er ohne zu klagen. Schwächen zeigen sich bei der Schwungeinleitung in kurzen Radien – die Schaufel reagiert etwas träge, der Ski bevorzugt mittlere bis lange Schwünge.
Für Skifahrer im DACH-Raum, die einen Ski für den typischen Mix aus präparierter Piste, Pistenrand und gelegentlichem Off-Piste suchen, trifft der Anomaly 88 den Sweetspot. Im Vergleich zum schmaleren Anomaly 84 bietet er mehr Auftrieb abseits der Piste, im Vergleich zum 94er bleibt er auf Hardpack das präzisere Werkzeug.